Optimierung der Einspeisespitzenleistung

Die Optimierung der Einspeisespitzenleistung verringert die Spitzenleistung der Einspeisung bei Applikationen mit gekoppeltem Zwischenkreis, indem der beste Ausgleich zwischen zwei Parametern gesucht wird – Einspeisespitzenleistungsfaktor [Ppf] und Sollspannung auf dem Zwischenkreis [Vt]. Im Idealfall wird dadurch die Einspeisespitzenleistung [Pmax] auf eine niedrige konstante Leistung über den gesamten Zyklus reduziert.

‚Optimierung der Einspeisespitzenleistung‘ ist in der PRO-Version enthalten.

Diese Funktion erfordert:

  1. Geregelte Zwischenkreisspannung (d. h. aktive Einspeisung, nicht passiv)
  2. Programmierbare DC-Bus-Zielspannungen [Vt], Nennspannungen [V0] und Schwellenspannungen [V1]
  3. Programmierbare Spitzenleistungsbegrenzungs [Ppf]

Einspeise-Spitzenleistungsfaktor [Ppf]

Der Einspeise-Spitzenleistungsfaktor begrenzt die Leistung auf Nenn-Spitzenleistung der Einspeisung x Ppf. Somit wird bei einem Antrieb mit Nenn-Spitzenleistung auf dem Zwischenkreis von 10kW bei einem Ppf von 25% die Einspeiseleistung auf 10kW x 25% = 2,5kW auf dem Zwischenkreis begrenzt. Bei einem typischen Wirkungsgrad der Einspeisung von 97% wird damit die Einspeisung auf 2,5kW / 0,97 = 2,577kW begrenzt.

Soll-Zwischenkreisspannung [Vt]

Eine Erhöhung der Soll-Zwischenkreisspannung [Vt] erhöht die Energiemenge, die im Zwischenkreis gespeichert wird und genutzt werden kann, um die Applikation zu versorgen, wenn die Einspeisung begrenzt ist. Abhängig von der Applikation kann eine Erhöhung von Vt bedeuten, dass mehr Energie zurückgespeist oder in Bremswiderstand fließt. Aber in manchen Applikationen kann es große Vorteile bringen, bei Vt>Vo zu arbeiten.

Beispielprojekt: Vertikale Presse mit konstanter Einspeiseleistung
Optimierung der Spitzenleistung kann auch für Standard-Applikationen genutzt werden


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